Mein Körper hatte schon lange Nein gesagt, ich habe es nur nicht hören wollen. Vielen Müttern geht es so: Der Körper sendet längst klare Signale und wir tun sie ab als Zipperlein, bis es irgendwann so schlimm wird, dass wir sie nicht mehr ignorieren können.
Heute möchte ich dir ein bisschen aus meinem Leben erzählen, wie ich damit umgehe, welche Erfahrungen ich gemacht habe mit den Signalen meines Körpers. Und auch von Klientinnen, wo du merkst: Der Körper spricht so klare Worte.
Wenn der Körper Nein sagt
Es gibt ein Buch von Gabor Maté: „Wenn der Körper Nein sagt“. Dieser Titel spricht Bände. Wenn der Körper Nein sagt, sollten wir ganz dringend hinschauen.
In ganz vielen Fällen sind es kleine Signale, die leise daherkommen und dann immer lauter werden. Und irgendwann kannst du es nicht mehr ignorieren. Irgendwann entstehen Autoimmunerkrankungen oder ernste Krankheiten, die daraus entstehen, dass der Körper unter permanentem Stress steht.
Ich bin sehr davon überzeugt: Wenn der Körper krank wird, hat das ganz viel mit uns selber zu tun. Und das ist auch der Weg, über den wir den Körper wieder heilen können.
Meine Geschichte: Rheumatoide Arthritis im Fuß
Ich habe schon viele Symptome in meinem Leben gehabt. Die begannen schon als Kind. Gerade im Rücken, im Kiefer, wo ich heute weiß: Da war zu viel Spannung. Zu viel Druck. Rücken hat ganz viel mit Unterstützung zu tun, fehlende Unterstützung, alles alleine tragen zu müssen.
Als mein Fuß wehtat
Letztes Jahr tat auf einmal mein rechter Fuß weh. Er wurde ganz dick, schwoll an und tat furchtbar weh, sodass ich gar nicht mehr richtig laufen konnte.
Es wurde eine rheumatoide Arthritis diagnostiziert. Eine Autoimmunerkrankung. Ich war erstmal schockiert, habe dann aber beschlossen: So eine Autoimmunerkrankung, das akzeptiere ich so nicht. Ich weiß, dass Autoimmunerkrankungen Stresserkrankungen sind.
Der Weg zur Heilung
Ich bin nicht zum Rheuma-Arzt gegangen und habe erst mal für mich geforscht. Therapeutin, Öle, Naturheilmittel, Ernährungsumstellung. Und ich habe es innerhalb von ein paar Wochen wegbekommen. Es ist weg gewesen und seither nie wieder aufgetaucht.
Die Botschaft hinter dem Symptom
Aber was mir klar geworden ist: Gerade der Fuß, das hätte auch im Handgelenk sein können. Nein, der rechte Fuß. Ich bin Rechtshänderin, mit rechts gehe ich zuerst los. Und gerade die hat schlapp gemacht. Sodass ich nicht mehr nach vorne gehen konnte.
Das war ein Moment, wo ich wirklich das Gefühl hatte: Wo geht der nächste Schritt hin? Was will ich eigentlich? In welche Richtung gehe ich? Es war für mich so stark, dieses Bild. Und als ich daran gearbeitet habe und Klarheit hatte, hat es sich aufgelöst.
Panikattacken am Morgen: Wenn das Nervensystem streikt
Gerade kürzlich bin ich morgens mit Panik aufgewacht. Kaum hatte ich die Augen offen, schoss ein Adrenalinschub durch meinen Körper. Ich war sofort in der Übererregung. Konnte nicht mehr einschlafen, musste aufstehen, Nervensystemsübungen machen.
Das hat mich über Wochen begleitet. Sehr nachdenklich gemacht, schon gar nicht als jemand, der sich mit dem Nervensystem beschäftigt.
Ich bin in mich gegangen und habe all die Baustellen angeschaut, die diesen Stress verursachen. Habe eine klare Entscheidung getroffen und mich für mein Nervensystem entschieden. Und danach wurde es schlagartig besser.
Frag dein Symptom: Was möchtest du mir sagen?
Nimm diese Symptome ernst und hinterfrage sie. Frag das Symptom: Warum bist du hier? Was möchtest du mir eigentlich sagen?
Das Beispiel mit dem Bandscheibenvorfall
In Einzelcoachings erwähnen Klientinnen manchmal: Ja, ich habe gerade einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Und ich frage: Welcher Halswirbel ist das denn?
Es gibt von Louise Hay eine Liste. Diese Symptome und ihre Bedeutung haben schon so oft ins Schwarze getroffen.
Bei einem Bandscheibenvorfall waren es zwei konkrete Wirbel. Ausgerechnet die beiden standen nach Louise Hay für Überlastung. Dann meinte sie: Ja klar, passt voll. Es ging wirklich um die Überlastung. Dieses: Ich muss das alles alleine tragen. Es ist zu viel.
Wenn man das weiß, kann man ganz gezielt ansetzen.
So kannst du mit deinen Symptomen arbeiten
Nimm deine Symptome ernst, auch seien sie noch so klein. Selbst hormonelle Schwankungen können etwas bedeuten. Was ist da gerade los? Was schwankt gerade in deinem Leben?
Natürlich, man muss es nicht überinterpretieren. Ich gehe auch zum Arzt und lasse Blutwerte checken. Das heißt, immer die organischen Ursachen abchecken. Aber ich würde mich schon fragen: Was möchtest du mir sagen?
Mit EFT kann man das super gut machen, dass man hineingeht in diese Symptome und fragt: Hey warum bist du in meinem Körper, was möchte mir mein Körper damit sagen?
Meistens kommen wir darauf, wenn wir in uns gehen, in die Stille gehen. Du kannst auch direkt mal in das Symptom hineinfühlen und gucken, ob der Schmerz dir was erzählen möchte.
Welche Symptome solltest du ernst nehmen?
Die kleinsten Symptome: Du wachst morgens auf und merkst, da ist sofort Stress im Körper. Wo kommt der Stress her?
Der unterschätzte emotionale Stress
Ganz viele unterschätzen den emotionalen Stress. Für mich ist emotionaler Stress so viel herausfordernder als Alltagsstress wie Hetzerei oder zu viel Workload.
Was wirklich am herausforderndsten ist: In der Partnerschaft kriselt es. Da gibt es Konflikte, unausgesprochene Dinge. Vielleicht macht ein Kind Sorgen. Vielleicht gibt es Probleme in der Schule. Andere Konflikte im sozialen Umfeld, Krankheiten bei Eltern, pflegebedürftige Eltern.
Wenn du das alles zusammennimmst, kann das deinen Körper ganz schön stressen. Und das sind Stressoren, die sehr unsichtbar sind, aber sehr viel Auswirkung haben.
Die wichtigsten Warnsignale deines Körpers
Nervensystem: Flache Atmung, ständige Übererregung, permanent gereizt
Verdauung: Reizdarm, Blähungen, Durchfall, Verstopfung
Weitere Symptome: Bluthochdruck, Tinnitus, chronische Schmerzen, Autoimmunerkrankungen, Rücken- und Schulterverspannung, Schlafprobleme, ständige Müdigkeit, Kaffee-Abhängigkeit
All das spricht dafür, dass dein Nervensystem am Anschlag ist und du im Überlebensmodus bist.
Der Körper ist nicht das Problem, sondern die Lösung
Viele schimpfen über ihren Körper und denken, er sei das Problem, weil er nicht mehr funktioniert. Nein, es ist andersrum. Der Körper schenkt dir als Geschenk die ersten Signale. Diese sind die Lösung für dein Problem.
Nimm ernst, was der Körper dir erzählt. Wenn der Körper anfängt Nein zu sagen, dann nimm es ernst und warte nicht zu lange, bis es sich chronifiziert.
Dein Körper sagt schon lange Nein?
Im Einzelcoaching arbeiten wir mit EFT, um die Botschaften hinter deinen Symptomen zu verstehen. Im Nervensystem-Kurs lernst du, wie du deinen Körper wieder in Balance bringst, bevor chronische Erkrankungen entstehen.













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